Insektensterben
Was haben eine Aluminiumfabrik, Steingärten und der Tod eines Imkers mit einer misslungenen Ernte eines Obstbauers zu tun? Die Schülerinnen und Schüler der 8e sind dieser mysteriösen Frage im Biologieunterricht mithilfe eines Wirkungsgefüges nachgegangen. Dabei wurdeideutlich, wie menschliches Handeln ökologische Zusammenhänge beeinflusst – oft mit weitreichenden Folgen.
Der folgende Leserbrief fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und richtet einen eindringlichen Appell an uns alle, Verantwortung für unsere Umwelt zu übernehmen.
Sehr geehrte Damen und Herren,
in unserer Unterrichtseinheit haben wir uns mit der Leitfrage beschäftigt, wer für die misslungene Ernte des Bauern Schneider verantwortlich ist. Zuerst stellten wir Vermutungen auf; es hat etwas mit den Bienen, Insektiziden, dem Klimawandel oder dem Menschen selbst zu tun. Wir suchten nach dem Grund des Problems und ermittelten aus den verschiedenen Faktoren die Ursache.
Wir fanden heraus, dass in der Nähe von Herrn Schneiders Feldern eine Aluminiumfabrik erbaut worden war, zusammen mit dazugehörigen Wohnhäusern, deren Gärten aus Stein bestanden. Bauern investierten in Pflanzenschutzmittel und leistungsfähigere Maschinen, die Knicks ringsum der Felder wurden abgetrennt. Dies brachte ein großes Sterben von Schad- und Nutzinsekten mit sich.
Pflanzenschutzmittel führten zu einer steigenden Unfruchtbarkeit, die Steingärten und die verschwundenen Knicks erschwerten ihre Nahrungssuche und schränkten ihren Lebensraum ein. Die Luftverschmutzung und die globale Erwärmung machten ihnen das Leben dort kaum noch möglich.
Dazu kam der plötzliche Tod eines Imkers. Er hinterließ keinen Erben und die Bienen verschwanden von Herrn Schneiders Feldern, als sie von jemand anderem übernommen wurden.
All das ist auf den Menschen zurückzuführen. Wir sehen nicht, welche Folgen unsere Taten mit sich bringen. Uns war nicht bewusst, wie sehr wir dem Ökosystem mit unseren Absichten schaden.
Aber wir können wenigstens jetzt etwas tun, um das weitere Sterben von Insekten zu verhindern, nicht nur die Menschen in dem Szenario im Unterricht, sondern wir alle. Beispielsweise können Insektenhotels erbaut und die Steingärten in Gärten mit Rasen und Blumen transformiert werden. Die Bauern könnten vermeiden, Pflanzenschutzmittel zu nutzen, damit Bienen und andere Nutzinsekten weiterhin ihre Arbeit verrichten können.
Außerdem können wir uns mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad fortbewegen, um überflüssigen Ausstoß von Kohlenstoffdioxid vorzubeugen.
Dafür benötigen wir die Hilfe von Ihnen allen – für eine strahlende Zukunft der Erde, der Tiere und der Menschen. Für die Generationen, die uns folgen werden.
Alica, 8e
