Jour­na­lis­mus mit­er­le­ben – Mei­ne Zeit beim Ju­gend Pres­se Kon­gress

Drei Ta­ge Ber­lin, vol­les Pro­gramm und Re­dak­ti­ons­luft schnup­pern: Vom 13. bis 15. März 2026 nahm ich am 205. Ju­gend Pres­se Kon­gress der young lea­ders GmbH in Ber­lin teil. Die durch das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Di­gi­ta­les und Ver­kehr ge­för­der­te Ver­an­stal­tung er­mög­lich­te mir so­wie 99 wei­te­ren jun­gen Mul­ti­pli­ka­to­ren ei­nen Ein­blick in die Me­cha­nis­men des pro­fes­sio­nel­len Me­di­en­all­tags. Das Ziel mei­ner Teil­nah­me be­stand da­rin, un­ter re­a­len Be­din­gun­gen jour­na­lis­ti­sche Ar­beits­pro­zes­se zu durch­lau­fen und mich in die­sem Um­feld wei­ter­zu­bil­den.

Den Auf­takt bil­de­te die A­na­ly­se von Dr. Gui­do Hei­nen, der in sei­nem Vor­trag „Wie Me­di­en un­se­re Wahr­neh­mung prä­gen“ die Ver­ant­wor­tung der Be­richt­er­stat­tung und die Wir­kung me­di­a­ler Nar­ra­ti­ve the­ma­ti­sier­te. Die­se Ein­füh­rung dien­te als Ba­sis für mei­ne an­schlie­ßen­de Spe­zia­li­sie­rung im Work­shop TV-Re­dak­ti­on. Un­ter der Lei­tung des Fern­seh­mo­de­ra­tors Sa­scha Hingst stand ich vor der Her­aus­for­de­rung, ge­sell­schafts­po­li­ti­sche The­men in me­di­en­ge­rech­te For­ma­te zu über­füh­ren. Die in­halt­li­che Vor­be­rei­tung um­fass­te da­bei Re­cher­chen zu Zu­kunfts­fel­dern wie dem au­to­no­men Fah­ren, den Im­pli­ka­tio­nen Künst­li­cher In­tel­li­genz so­wie der tech­ni­schen Re­le­vanz von nach­hal­ti­gem R33-Die­sel.

Ein we­sent­li­cher Be­stand­teil des Kon­gres­ses war die Me­di­en­bör­se, in der ich die Ge­le­gen­heit er­hielt, Ex­per­ten und Ma­na­ger aus Wirt­schaft und Wis­sen­schaft zu kon­fron­tie­ren. Be­son­ders die Pres­se­kon­fe­renz mit Prof. Dr. Jo­sef Löff­l und Tse­ga­ye De­gi­neh for­der­te ei­ne prä­zi­se Vor­be­rei­tung. Hier­bei wur­de deut­lich, dass die Qua­li­tät ei­ner jour­na­lis­ti­schen Ant­wort von der Prä­zi­si­on der Fra­ge­stel­lung ab­hängt. Über die rein in­halt­li­che E­be­ne hin­aus wur­den mir Stan­dards der Ka­me­ra­prä­senz ver­mit­telt. Ich lern­te, mei­ne Kör­per­spra­che ein­zu­set­zen und auch un­ter Zeit­druck mit Feh­lern in der Li­ve-Si­tua­ti­on um­zu­ge­hen.

Mei­ne Teil­nah­me am 205. Ju­gend Pres­se Kon­gress schloss mit der Er­kennt­nis ab, dass hin­ter je­der pu­bli­zier­ten Aus­sa­ge ei­ne Ver­ant­wor­tung steht. Ich fah­re mit ei­ner Men­ge neu­er Im­pul­se und ei­ner or­dent­li­chen Por­ti­on Mo­ti­va­ti­on zu­rück nach Schles­wig-Hol­stein. Wer Jour­na­lis­mus nicht nur ver­ste­hen, son­dern er­le­ben will, dem kann ich die­ses For­mat nur ans Herz le­gen.

Julia Schacht

Zurück