Lange Nacht der Informatik
Am vergangenen Freitag wurde es von 16 bis 20 Uhr in den Informatikräumen der Kaiser-Karl-Schule spürbar lebendig: Bei der ersten Langen Nacht der Informatik tüftelten, löteten und programmierten über 50 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 an mehreren Mitmach-Stationen – angeleitet vom WPK Informatik des 10. Jahrgangs.
Besonders war dabei nicht nur das Format, sondern auch die Vorbereitung: Die Schülerinnen und Schüler des WPK 10 hatten sich seit Ende November intensiv auf diesen Abend vorbereitet. Zunächst probierten sie gemeinsam mit Mitarbeitenden der Fachhochschule Westküste verschiedene Inhalte und Materialien aus. Auf dieser Grundlage entwickelten sie anschließend eigene Workshop-Konzepte, planten Abläufe, testeten Aufgaben, passten Erklärungen für jüngere Schülerinnen und Schüler an – und übernahmen am Abend selbstständig die Rolle als Anleitende.
Ob Lauflichter löten, Ozobots durch knifflige Parcours schicken, einen PC auseinandernehmen oder erste Programme mit dem Arduino schreiben – in allen Räumen wurde ausprobiert, nachgefragt, umgebaut und gemeinsam nach Lösungen gesucht. Viele Fünft- und Sechstklässlerinnen und -klässler wechselten hochkonzentriert zwischen den Stationen, halfen sich gegenseitig und wollten ihre Ergebnisse unbedingt fertigstellen.
Gerade das Arbeiten auf Augenhöhe prägte den Abend: Die Zehntklässlerinnen und Zehntklässler erklärten ruhig und verständlich, griffen bei Problemen ein, motivierten zum Weiterprobieren und behielten gleichzeitig den Überblick über Material, Zeit und Gruppen. Für viele von ihnen war es das erste Mal, selbst eine Lerngruppe anzuleiten – und für die jüngeren Teilnehmenden eine besonders niedrigschwellige Möglichkeit, Fragen zu stellen und Informatik zu erleben.
Begleitet und unterstützt wurde die Veranstaltung durch Mitarbeitende der Fachhochschule Westküste, die den WPK bereits in der Vorbereitungsphase fachlich begleitet hatten und den Austausch zwischen Schule und Hochschule ermöglichten.
Für neue Energie sorgte zwischendurch ein sehr vielfältiges Buffet, das von den Familien beigesteuert wurde und schnell zu einem zentralen Treffpunkt zwischen den Workshops wurde – zum kurzen Durchatmen, Austauschen und Staunen über die Ergebnisse der anderen Gruppen.
Die erste Lange Nacht der Informatik hat eindrucksvoll gezeigt, wie gut das Konzept des Peer-Teachings funktioniert und wie motivierend es für alle Beteiligten ist, Informatik praktisch, kreativ und gemeinsam zu erleben. Aufgrund der sehr positiven Rückmeldungen hoffen wir, dieses Format auch im kommenden Schuljahr umsetzen zu können.
