Ein Ort gegen das Ver­ges­sen: Unsere Ex­kur­si­on zur KZ-Ge­denk­stät­te Neu­en­gam­me

Der Be­such der KZ-Ge­denk­stät­te Neu­en­gam­me hin­ter­lässt tie­fe Spu­ren und führt ein­dring­lich vor Au­gen, wie wich­tig die ak­ti­ve Er­in­ne­rungs­kul­tur für un­se­re Ge­gen­wart und Zu­kunft ist. Im Rah­men der Me­tho­den­wo­che un­ter­nah­men un­se­re 10. Klas­sen ei­ne Ex­kur­si­on zu die­sem his­to­ri­schen Ort vor den To­ren Ham­burgs, um uns ab­seits von Lehr­bü­chern mit den Ver­bre­chen des Na­ti­o­nal­so­zi­a­lis­mus aus­ei­nan­der­zu­set­zen.

Be­son­ders be­we­gend war für uns der of­fe­ne Di­a­log wäh­rend der Füh­rung. Un­se­re Guides be­ant­wor­te­ten je­de Fra­ge aus­führ­lich und zeig­ten uns auch die wi­der­sprüch­li­che Nach­kriegs­ge­schich­te des Ge­län­des auf: Dass Ham­burg auf die­sem A­re­al bis in die 2000er-Jah­re hi­nein zwei Ge­fäng­nis­se be­trieb und der Ort erst spät zu ei­ner wür­di­gen Ge­denk­stät­te um­ge­wan­delt wur­de, stieß bei vie­len von uns auf Un­ver­ständ­nis.

Fa­zit: Was bleibt?

Die­se Ex­kur­si­on war kei­ne ge­wöhn­li­che Schul­ver­an­stal­tung. Sie hat uns ge­zeigt, wie schnell mensch­li­che Wür­de und De­mo­kra­tie zer­stört wer­den kön­nen, wenn weg­ge­schaut wird. Die Ge­denk­stät­te Neu­en­gam­me ist kein to­ter Ort der Ver­gan­gen­heit, son­dern ei­ne ein­dring­li­che Mah­nung für die Ge­gen­wart, ak­tiv für To­le­ranz, Viel­falt und Men­schen­rech­te ein­zu­tre­ten.

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